Arti Leimbacher im neuen shed
Arti Leimbacher kennt man hierzulande, auch wenn er – zwar im Thurgau aufgewachsen - schon seit einigen Jahren auf Mallorca lebt. Nicht nur als bildender Künstler sondern vor allem auch als Schauspieler machte er während seiner Frauenfelder Zeit von sich reden.
Hauptakteure in der kommenden Ausstellung im neuen shed sind allerdings andere, nämlich Ameisen. Über Jahre hinweg beobachtete und erforschte der Künstler dieses faszinierende Insekt. „Meine Arbeit über und mit Ameisen ging so weit, dass ich in monatelangen Versuchen das Verhalten und Domptieren von richtigen Ameisen erprobte“, so beschreibt Leimbacher selber seine Arbeit. Daraus entstand die Werkgruppe „Ameisenwerk“, in der er mittels Zeichnung, Malerei, Plastik und Video ganz unterschiedliche Zugänge zu diesen faszinierenden Kreaturen schafft.
Seit ihren Anfängen werden in der bildende Kunst Darstellungen von Tieren, Landschaften oder Naturphänomenen erschaffen. Indem sie sich dem annähert, was gemeinhin als ihr Gegenteil betrachtet wird, dem Natürlichen, bildet sie nicht die reale Welt ab, sondern vielmehr Sicht- und Denkweisen. Naturbilder werden zu einer Art Modell, mit dessen Hilfe über menschliches Dasein nachgedacht wird. „Ameisenwerk“ bietet sich sicherlich als solches Modell an, verführt doch das streng organisierte soziale Gefüge eines Ameisenstaates unweigerlich zu Vergleichen mit dem menschlichen Zusammenleben. Darüber hinaus werden in Leimbachers Arbeit, die oft von Naturbetrachtungen ausgeht, auch Fragen zur Abbildbarkeit von Natur und zur Wirkung solcher Bilder aufgeworfen. Veranstaltungen zur Ausstellung werden daher über die künstlerische Betrachtungsweise hinaus auch die philosophische und naturwissenschaftliche miteinbeziehen.
Vernissage „Ameisenwerk“: 1. März, 2008, 19 Uhr
Finissage: 26. April, 2008
Öffnungszeiten: Jeweils Mi bis Sa, 17 - 20 Uhr.
Genaue Angaben zu weiteren Veranstaltungen und Führungen werden auf der Ausstellungseinladung und via Medien angekündigt.