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Freitag, 5. Mai 2017

Annas Briefe

Junges Theater Thurgau - Uraufführung
Eigenproduktion – Zeughaus – 20:00 Uhr

Im Alten Zeughaus stellt das Junge Theater Thurgau die Geschichte ins Rampenlicht. Eine Kooperation mit dem Historischen Museum Thurgau.

Anna wächst in einem Dorf im Thurgau auf. Mit 18 geht sie nach Lausanne, ins Haushaltsjahr. Sie lernt kochen, waschen, putzen. Und Französisch. Sie will aber mehr. Sie will lesen und studieren. Wie ihre Brüder. Sie kann aber nicht. Weil Krieg ist und weil sie zu Hause helfen muss. Weil ihre Mutter mit den Kleinen allein ist. Der Vater ist tot. Es gilt das Haus und das Geschäft zu führen. Für ein Jahr ist sie das Mädchen in einer Familie in Lausanne. Im Jahr 1917.

Anna ist auch 18. Sie geht noch zur Schule. Und in den Musikunterricht. Und zum Kieferorthopäden. Sie hat aber die Nase gestrichen voll. Von allem. Sie nimmt die erstbeste Arbeit an, die sie findet. Als Au-Pair, in einem gehobenen Haushalt mit Drillingen. Im Jahr 2017.

So schlagen sich die Annas wacker in ihren Zeiten und suchen ihr Glück. Dabei treffen sie Entscheidungen. Auch fürs Leben. Nicht immer die richtigen.

Das Projekt „Annas Briefe“  hat bereits im September 2016 begonnen, als die Ausstellung  „14/18 – Die Schweiz und der grosse Krieg“ in Frauenfeld Halt machte. Die jungen SchauspielerInnen hatten in diesem Zusammenhang Zugang zu den Briefen einer Thurgauer Familie erhalten. Die Mutter und die Geschwister schrieben sich wöchentlich während des Kriegs. In den Briefen wird ein Bild der Zeit sichtbar, welches für uns fast nicht mehr vorstellbar ist. Mit vielen Fragen, Recherchen und unzähligen Improvisationen haben die jungen SchauspielerInnen sich der Zeit vor 100 Jahren angenähert. Wie lebten Menschen damals, was beschäftige sie? Welche Träume hatten die Jungen von damals? Wie kleideten sie sich und was machten sie in ihrer Freizeit?

Aus den Improvisationen ist nun das Stück „Annas Briefe“ entstanden: Es schlägt Brücken zwischen der Zeit von früher und dem Alltag von heute. Und zeigt, dass das Finden des Glückes gelingt, wenn wir verantwortungsvolle Entscheidungen fällen.

Vorstellungen:

Fr 21.4.17 (Uraufführung), So 23.04.17*, Fr 28.4.17, Sa 29.4.17, So 30.4.17*, Do 4.5.17, Fr 5.5.17, Sa 6.5.17 (Derniere), jeweils 20:00, * Sonntags 17:00

 

Für Schulen:

Tickets für Schulklassen ab 7. Schuljahr können Sie hier reservieren. Preis Fr 10.-/Person, 1 Begleitperson gratis. Als Einstimmung zum Vorstellungsbesuch bieten wir Begleitmaterial zum Downloaden oder einen theaterpädagogischen Workshop. Infos dazu erhalten Sie hier

 

Danke! Diese Produktion wird unterstützt durch:

Historisches Museum Thurgau, Stadt Frauenfeld, Kulturamt Kanton Thurgau, Migros Ostschweiz Kulturprozent, TKB-Jubiläumsstiftung, Dr. Heinrich Mezger-Stiftung, Spendenstiftung Bank Vontobel, Stiftung für Jugendförderung Thurgau, Faktor 71-Gönner

Spiel: Lily-Rose Demeulemeester, Sara-Jane Demeulemeester, Corine Fischer, Florin Fritschi, Sarina Hess, Aleena Krähemann, Aleksandra Parkhomenko, Zeno Ruzzo, Eric Scherrer, Alena Weber, Sara Weber

 

Regie, Idee: Ira Werner | Bühne: Urs Ammann | Kostüme, Maske: Miriam Sutter | Licht, Technik: Jonas Weber, Christian Stricker | Produktionsleitung: Katrin Sauter | Fotos, Grafik: Chantal Udry | Helferinnen und Helfer

Eintritt: Fr. 25 / Fr. 15 für Azubis mit Ausweis (zusätzliche 5.- Reduktion mit Mitgliederausweis KiE)

Reservation:  Regio Frauenfeld Tourismus, tourismus@regiofrauenfeld.ch, 052 721 99 26